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Lieber Pferdefreund,
Auch wenn unsere News dieses mal sehr lang sind, wir bitten um etwas Zeit um sie bis zum Ende zu lesen.
Sehr lange hat es keinen Newsletter mehr von uns gegeben. Viel Arbeit und zwei Umzüge haben uns hierfür keine Zeit gelassen.
Leider hat man unsern Umzug auch dafür genutzt, unserem Verein wieder einmal durch üble Nachrede und nicht zuletzt durch das Ablegen eines Pferdekadavers auf unserem alten Hof zu schaden.
Die Presse hat sich darauf gestürzt als gäbe es nichts Wichtigeres, leider hat man nur vergessen die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen als eindeutig festgestellt wurde, dass es nicht unser Tier war. Woher es kam, wird wohl ein Geheimnis bleiben.
Auch 2 Umzüge waren in dieser Größenordnung nicht ganz einfach zu bewältigen. Es galt ja nicht nur den eigenen Hausstand von a nach b zu bringen, auch Koppelzäune, Boxen und alles andere was im laufe von den 10 Jahren im Oderbruch errichtet wurde abzubauen, zu transportieren und wieder neu zu errichten. Möglichst alles zeitgleich, denn die Tiere brauchten ja ihren Zaun und ihre Boxen bzw. Unterstände. Das unsere Rinder dabei unseren Pferdeanhänger zerstörten kam noch als Hindernis hinzu.
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Nach dem der leidige Umzug geschafft war, die üble Geschichte mit dem Pferdekadaver geklärt war, hofften wir auf Ruhe. Leider kam es auch hier wieder einmal anders als geplant…. 12ha Weidefläche sollten zum Hof gehören. Das war die Vorraussetzung für unsere Entscheidung nach Sachsen Anhalt zu ziehen. Leider hat der Verkäufer es verschwiegen, dass die Zugehörigkeit der Flächen zumindest für die Vergangenheit stimmte, nun aber dem Bruder gehört und für die nächsten ewigen Jahre an eine Produktionsgenossenschaft verpachtet wurde. Dank umliegender Biogasanlagen war eine Pachtung von Wiesen schier unmöglich. Unsere Hoffläche war für diese Anzahl an Tieren zu klein und es musste dringend was getan werden. Also sind wir wieder los und haben uns unzählige Höfe angesehen, stets mit dem Augenmerk, dass unsere Tiere dort ähnlich gute Bedingungen haben wie sie es gewohnt waren.
Im Frühjahr wurden wir dann fündig. Ein nettes kleines Dorf, ein Hof der wie für unsere Tiere geschaffen war. Sogar eine kleine Reithalle steht uns nun zur Verfügung. Nicht zuletzt auch die Chance hier das dringend benötigte Weideland zu bekommen.
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Also alles wieder von vorne….. Umzug, Abbau, Aufbau, Pferde von a nach b….
Natürlich war das alles nicht ganz so einfach wie Sie es hier nun lesen können. Auf dem neuen Grundstück fanden sich unzählige Bäume die für unsere Tiere giftig waren, eine unendliche Ansammlung von allem was man sich so vorstellen kann fand sich überall….. Wir waren über Wochen damit beschäftigt erst einmal halbwegs für Ordnung zu sorgen.

Ganz nebenbei mussten wir bei den Bauern der Umgebung anfragen ob es ausreichend Heu für uns zu kaufen gibt. Monatlich benötigen wir ca. 35 Rundballen (180cm). Die Blicke die man mir entgegen brachte sprachen Bände. Nach dieser mangelnden Ernte, bei der Knappheit von Heu auch noch neue Kunden annehmen? Das ginge gar nicht. Der Blick in die Kleinanzeigen machte schnell deutlich, dass man Heu zwischen 50,- und 80,- Euro zuzüglich Transport kaufen kann. Für uns sind diese Preise völlig undenkbar. Also wieder los und verhandelt…. Mit viel Glück gelang es uns dann, zumindest einen großen Teil unseres Winterfutters für einen realistischen Preis von 25,- bis 35,- Euro zu bestellen. Eine Sorge weniger….
Nun ging es an die Weideflächen.
Jeder Pferdebesitzer wird die Taubheit der Landwirte kennen, wenn es darum geht ein Stück Weidefläche zu bekommen. Uns reichte ja leider auch nicht das kleine Stück irgendwo… Wir brauchen min. 10 ha um unsere Tiere über den Sommer zu bringen.
Schlag auf Schlag mauserten wir uns wieder auf fast 20 ha Wiesen. Leider nicht zusammenhängend aber alle in erreichbarer Nähe und auf den meisten Wiesen ist sogar Wasser. Ich habe nicht gezählt wie viele Kilometer Zaun wir wieder setzten, unseren Tieren war das wohl auch egal. Sie sind glücklich wieder auf einer Weide im Gras zu stehen.
Nebenbei wurde auf dem Hof gebaut. 10 Boxen und ein Offenstall waren bereits fertig. 10 weitere Boxen sollten noch errichtet werden, die Reithalle zum Auslauf bei Regen und Eis hergerichtet werden. Der Unrat der sich darin befand beseitigt werden, ein vorhandener Teich zugeschüttet werden und viele unzählige Kleinigkeiten für unsere Tierhaltung angepasst werden. Bis wir fertig sind wird wohl noch einige Zeit vergehen…
Trotz allem Stress und aller Arbeit empfanden wir Freude und waren erleichtert. Nun kehrt wieder Ruhe ein, es geht alles seinen Weg und wenn wir mit all der Bauerei und Räumerei fertig sind, gibt es auch für uns mal wieder die Chance auf einen freien Tag.
Unser persönliches happy end? Leider nein…
Anlass war unser Pferdeanhänger der zum einen durch den Transport von unserem Charly erheblich zu Schaden kam, zum anderen hat er so viele TÜV Mängel das eine Instandsetzung eher unrentabel ist. Seit Jahren wurden wir durch den Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. monatlich unterstützt. Dort bat ich dann auch um Hilfe zur Beschaffung eines neuen Anhängers, denn ohne können wir unsere Tiere weder von Weide zu Weide bringen noch im Krankheitsfall in eine Klinik bringen. Man schrieb mir zurück, man wäre sehr überrascht, unsere Unterstützung wäre doch aufgehoben und man fühle sich dafür nicht mehr zuständig.
Überrascht waren wir, denn von einer Einstellung unserer Unterstützung war uns nichts bekannt. Dazu noch in dieser Jahreszeit…. Der ETN hält selber Pferde, gerade die Winterzeit ist sehr hart und finanziell sehr ausgereizt. Rücklagen konnten wir durch die Umzüge nicht bilden. Hinzu kommt, dass durch den Umzug und Änderung unserer Bankdaten konkret in dem Moment als diese leidige Pferdekadaver Geschichte durch die Presse ging, unsere privaten Spenden gleich Null waren und wir im letzten Jahr keine Zeit hatten um neue Spender zu suchen.
Also was nun???
Obwohl wir nun wieder beste Vorraussetzungen für unsere Tierhaltung geschaffen haben, so fehlt es uns an den finanziellen Möglichkeiten diese auch durchzuführen.
Wir haben in über 11 Jahren vielen hundert Tieren durch Aufnahme helfen können. Haben mit guter Resonanz unsere vermittelbaren Pferde in gute Hände abgeben können und uns nie davor gescheut, Tierschutzfälle zu übernehmen, an die sich kein anderer heran getraut hat. Wir haben vielen Fohlen den Weg in die Schlachthäuser erspart und sind bis nach Rumänien gefahren um einer geschundenen Stute noch eine schöne Zeit bei uns auf dem Hof zu ermöglichen.
Stets wurden all unsere Aktivitäten von einigen rachsüchtigen Menschen mit teilweise haarsträubenden Geschichten begleitet. Obwohl wir persönlich, wie auch unsere Kinder und all jene Tierfreunde die uns kennen und sich für uns einsetzten, durch diese wenigen Menschen bösartig beleidigt wurden und auf das schlimmste durch den Dreck gezogen wurden, setzten wir unsere Arbeit zum wohl der Tiere fort.
Wir haben oft darüber nachgedacht, den Vereinsnamen zu wechseln um endlich Ruhe zu haben. Es aber gelassen, denn wir haben nie etwas zu verbergen gehabt und unsere Arbeit stets aufrichtig und zum Wohl der Tiere gemacht.
Tierschutz kostet viel Geld, Gelder die ein Verein nur durch Spenden erwirtschaften kann und darf. Ein kleiner Verein wir der unsere kann sich nicht mit Werbern auf die Straße stellen und um Hilfe bitten. Dazu fehlt es an der Zeit und an den Mitteln. Uns bleibt nur die persönliche Bitte an all jene Tierfreunde die wir kennen und die unsere Arbeit teilweise seit vielen Jahren begleiten.
Pferdeschutz beinhaltet nicht nur den enormen Kostenaufwand sondern auch die Schaffung der geeigneten Haltungsbedingungen und nicht zuletzt auch die Bewältigung der anfallenden Arbeiten. All das haben wir in den vergangenen Jahren durch viel ehrenamtlichen Einsatz und unermüdliche Arbeit aufrecht erhalten können.
Nun soll das alles vorbei sein….
21 Pferde und 2 Schweine nebst allen anderen Tieren die sich im laufe der Jahre bei uns angesiedelt haben leben derzeit bei uns. Einige unserer Tiere zählen noch zu unseren ersten Aufnahmen und sind aufgrund ihrer Probleme bzw. Erkrankungen zwar vermittlungsfähig, jedoch wird sich kaum jemand finden lassen, der bereit und willens ist, diesen Tieren ein neues Heim zu bieten. Andere sind einfach nur alt oder wie unser Wildpferd Charly und sein Freund - ein brauner Ponymix . – sehr scheu und dadurch nicht zu händeln. Für uns stellten diese Tiere nie ein Problem dar, sie jedoch nun vermitteln zu müssen scheint ein sehr schweres Unterfangen.
Für einige unserer Tiere suchen wir daher sehr dringend geeignete Plätze oder Pferdefreunde die uns durch die Übernahme einer (Teil) Patenschaft helfen, die Zeit für diese Tiere etwas zu strecken. Uns fehlen rund 5000,- Euro um den Winter zu überstehen, ein Betrag den wir aus eigenen Mitteln nicht aufbringen können. Die Tiere zur Schlachtung geben zu müssen ist für uns undenkbar.
Wenn Sie unseren Tieren auf die eine oder andere Art helfen können, bitte scheuen Sie sich nicht sich mit uns in Verbindung zu setzen.
Mit traurigen Grüßen
Sabine
SOS-Pferdehilfe e.V.
Tel: 0173 - 31 34 879
16.4.2011
Wie sich sicher einige unserer Leser noch erinnern können, gab es im Jahr 2005 einen Tierschutzfall mit über 50 Hunden und 17 Pferden. Ein Tierschutzverein der sich als “Gnadenhof Fanjo” bezeichnete.
Nach der erfolgten Räumung wurde durch das AG ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen, leider durch Nachlässigkeit der Behörden nur für Hunde. Der Erfolg war, die Pferde gingen zurück.
Seit dem gingen immer wieder Hilferufe bei uns ein. Mal standen die Tiere unversorgt auf einer Wiese, Anwohner konnten das Leid der Tiere nicht mit ansehen und fütterten, Anzeigen wurden getätigt, es verlief alles im Sande.
In jedem Fall war eine aktuelle Erkrankung bzw. ein Unfall der Betreiberin schuld. Die Tiere standen knietief in ihren Exkrementen, Futter gab es keins, die bösen Bauern liefern ja nichts oder nur Müll.
Immer wieder versuchte man Helfer zu finden, Presseberichte und sogar im Fernsehen bat man um Hilfe da man dieser Dame zum einen ja so übel mitspielte oder sie gerade wieder einmal einen Unfall hatte und nichts tun kann.
Über viele Jahre gelang es ihr, die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft vor ihren Karren zu spannen. Kostenlos wurden Arbeitskräfte gestellt, welche jedoch nach kurzer Zeit die Flucht ergriffen. Das Elend der Tiere ist wohl für jeden Menschen mit Herz zu viel des Guten.
Da hilft es auch nichts, wenn jedem Helfer ein Platz in ihrem Testament versprochen wird. Der stets verkündete ausstehende Wohlstand wird wohl auch künftig auf sich warten lassen. Vieles haben Tierfreunde in den vergangenen Jahren mit dieser Dame erlebt. Streitsüchtig, Klagefreudig oder als bedauernswertes Opfer der bösen Gesellschaft zeigt sie sich je nach Bedarf. Die Pferde sind wohl zwischenzeitlich mehrfach an Dritte Sicherungsübereignet.
Hier nun einmal einige Berichte über den Hof:
Ohne Futter wird es eng
1310.12.10|Fehrbellin/Temnitz|
Lobeofsund – Rita Rapp liebt ihre Pferde. Aber die Seniorin hat Sorgen, dass sie ihre Lieblinge nicht durch den Winter bringt. Denn ihr gehen langsam Heu und Stroh aus. Von Markus Kluge Rita Rapp will ihre Pferde sicher durch den Winter bringen.
 © Kluge
Rita Rapp will ihre Pferde sicher durch den Winter bringen.
Vor einigen Jahren hat die Seniorin in Lobeofsund einen alten Pferdehof gekauft. Die Bausubstanz kann ganz getrost als marode bezeichnet werden. „Es gab hier so viele versteckte Mängel, da hat man mich über den Tisch gezogen“, meint sie.
Dennoch ist dieses Areal ein Zuhause für 16 Pferde und zwei Ziegen, die dort ihr Gnadenbrot bekommen und es im Alter gut haben sollen. King Kong ist ihr ältestes Pferd. Es ist 27 Jahre alt. Der Hengst und fünf weitere betagte Pferde werden nicht mehr geritten.
Weil Rapp nicht mehr die Jüngste ist und durch Unfälle Schäden an der Wirbelsäule habe, gehe ihr die Arbeit auf dem Hof nicht leicht von der Hand. „Ich brauche ein paar Leute, die sich gemeinnützig engagieren“, erneuert sie einen Aufruf, den sie im vergangenen Jahr auch schon in einem regionalen Berliner Fernsehsender gestartet hat. Rapp wolle wieder etwas für die Tiere aufbauen. „Sie sind mein ein und alles. Wenn ich im Stall bei den Pferden bin, spüre ich meine Schmerzen auch nicht mehr so sehr“, sagt die Seniorin, die für ihren Traum auch ihre Rente einsetze. „Mein Lebensgefährte ist leider gestorben. Er hatte mich finanziell immer unterstützt“, sagt sie. Laut Rapp könnte es in diesem Winter eng werden.
Mit der Bodenverwertungs und -verwaltungs GmbH (BVVG) liege sie derzeit im Clinch, weil diese ihr Kleinflächen verpachtet habe, die in ihrer ursprüngliche Form gar nicht mehr existent seien. Laut Rapp hätten größere Landwirtschaftsbetriebe diese im Laufe der Jahre einfach mit umgepflügt und übernommen. Deshalb habe sie keine Möglichkeit gehabt, genügend Heu oder Stroh für ihre Tiere einzufahren. „Es wird von mir Fläche genutzt und ich kann kein Futter machen“, ist sie verärgert.
Jeder, den sie um Hilfe gebeten hat, habe das verweigert: „Alle wollen mir nur das Stroh und das Heu verkaufen.“ Dafür reichen aber ihre schmalen Taler nicht aus, sagt sie. Rapp hofft nun durch ihren Schritt in die Öffentlichkeit, Unterstützung zu erhalten.
Für Schlagzeilen hatte die Seniorin aber schon einmal in der Uckermark mit ihrem Gnadenhof Faanjo gesorgt. Damals soll sie dort wesentlich mehr Tiere als heute in Lobeofsund – darunter rund 40 Hunde und ein Dutzend Katzen – aufgenommen und gehalten haben, die sie allein irgendwann nicht mehr habe versorgen können. Das sorgte nicht nur für Aufregung im Dorf, sondern rief unter anderem den Veterinärdienst sowie Tierschutzvereine auf den Plan. Rapp hofft, dass es für sie in Lobeofsund besser läuft.
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Wer Rita Rapp, in welcher Form auch immer, unterstützen will, kann sie telefonisch unter ✆ (01 76) 86 41 09 88 zu erreichen.
Quelle: http://www.die-mark-online.de/nachrichten/landkreis-ostprignitz-ruppin/fehrbellin/ohne-futter-wird-1043084.html
18.01.2011
TIERE: Hof in Not Rita Rapp braucht dringend Futter für ihre Pferde und tatkräftige Unterstützung im Stall in Lobeofsund
LOBEOFSUND - Rita Rapp redet nicht drumrum. „Ich brauche ganz, ganz dringend Hilfe“, sagt die Seniorin. „Ich brauche unbedingt Heu und Stroh für die Pferde.“ Auch Hafer und Äpfel nehme sie gern. Und Tierfreunde, die ihr unentgeltlich im Stall zur Hand gehen und richtig anpacken können, seien ebenfalls höchst willkommen.
Keine Frage, Rita Rapp ist in Not geraten – dabei wollte sie selbst helfen und alten und ausgemusterten Pferden ein Zuhause geben. In Lobeofsund will sie einen Gnadenhof aufbauen. Bereits im Juni 2008 hat sie einen ehemaligen Reiterhof gekauft. Zwar sind die Stallungen marode und sanierungsbedürftig, doch inzwischen leben dort 16 Pferde – das älteste ist 27 Jahre alt, das jüngste drei. Zu den Bewohner gehören außerdem die beiden Ziegendamen Klara und Lotte und zwei Hunde.
Doch die Arbeit und die Kosten wachsen Rita Rapp gerade über den Kopf. Seit vor einigen Monaten ihr Lebensgefährte gestorben ist, schuftet sie allein auf dem Hof. „Dabei ist es um meine Gesundheit auch nicht gut bestellt“, sagt Rita Rapp. „Aber Tiere sind nun mal mein Lebenselixier.“ Allein deshalb mute sie sich Tag für Tag aufs Neue den Knochenjob zu.
Normalerweise könnte sie ihre Tiere allein ernähren, betont die Pferdehalterin. Im Sommer habe jedoch das Dilemma begonnen. Seither ringe sie mit der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) und zwei Landwirtschaftsbetrieben um einige Hektar Land. Land, das sie von der BVVG gepachtet habe, um dort Heu und Stroh zu mähen, das die Bauern allerdings für sich beansprucht hätten. „Sie haben es einfach umgepflügt und anderweitig bewirtschaftet“, sagt Rita Rapp. „Ich konnte deshalb viel weniger Futter selbst erwirtschaften als geplant.“ Sie könne zwar Heu und Stroh kaufen, das sei aber teuer – zu teuer, da diese Ausgabe ja nicht kalkuliert gewesen sei.
Nicht zum ersten Mal ist Rita Rapp mit einem Hof in Schwierigkeiten geraten – das sagt sie offen, wenn auch widerstrebend. Vor einigen Jahren betrieb Rita Rapp den Gnadenhof Faanjo bei Steinhöfel in der Uckermark. Tierschützer hatten im Jahr 2004 gegen den Hof mobil gemacht, Pferde, Hunde und Katzen wurden abgeholt und auf Tierheime verteilt, der Hof wurde geschlossen, ein Verfahren wegen Tiermisshandlung eröffnet. „Die gegen uns erhobenen Vorwürfe haben sich in einem Berufungsverfahren als haltlos erwiesen“, sagt Rita Rapp heute. „Das sind alte Geschichten. Das habe ich abgehakt.“
Sie hofft nun, dass sich einige Helfer finden und sie gut über den Winter kommt.
Wer den Pferden und Rita Rapp helfen möchte, meldet sich unter 0176/86 41 09 88. (Von Nadine Fabian)
Quelle; http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11991170/61299/Rita-Rapp-braucht-dringend-Futter-fuer-ihre-Pferde.html
Helfer auf dem Rückzug
1418.01.11|Fehrbellin/Temnitz|
Lobeofsund – Rita Rapp steht mit ihrem Gnadenhof und ihren 16 Pferden bald wieder alleine da. Anfang Dezember hatte sie noch öffentlich um Futterspenden und Helfer gebeten. Doch mit ihren Unterstützern hat es sich Rapp offenbar verscherzt, denn die ziehen jetzt die Reißleine. Von Markus Kluge Rita Rapp und ihr Pferd King Kong.
© Kluge
Rita Rapp und ihr Pferd King Kong.
„Auf deutsch gesagt: Es ist ein Skandal, was Frau Rapp da macht“, sagt Rolf Brombach, den die Geschichte und vor allem die Gesundheit der Tiere sehr bewegt.
Im Dezember hatte Rapp die Öffentlichkeit gesucht, weil ihr bewusst wurde, dass sie ihre Tiere nicht ohne fremde Hilfe durch den Winter bringen kann. Andere landwirtschaftliche Betriebe, die ihre von der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH angeblich gepachteten Flächen unerlaubt nutzen, sollen schuld daran sein, dass sie nicht genügend Heu für ihre 16 Pferde einfahren konnte (RA berichtete).
Ein gutes Dutzend Unterstützer hatten sich gefunden, die nicht nur Futter spendeten, sondern auch ihre Fahrzeuge und Hänger für den Transport zur Verfügung stellten und teilweise selbst zur Forke griffen, um auszumisten. Allerdings wollen diese Helfer sich zurückziehen, da in ihren Augen der Hof derzeit ein Fass ohne Boden und den Pferden damit allein nicht geholfen ist.
„Ich war mittelmäßig entsetzt, als ich das erste Mal dort war“, sagt Brombach. Seine Cousine, eine Reitlehrerin, hat neun Pferde im Stall, deren Boxen täglich von einem fest angestellten Mitarbeiter gereinigt werden. „Den Rest erledigen die Reiter. Frau Rapp aber ist allein und hat 16 Pferde“, macht er darauf aufmerksam, dass es auf dem Hof nicht funktionieren könne.
Rapp, die sich auch in den vergangenen Jahren mehrfach verletzt hat, ist derzeit wieder krank. Sie hat eine Wunde an der Hand, die im Krankenhaus behandelt werden muss. „Sie ist aktionsunfähig und hat keine systematischen Helfer“, so Brombach, der weiß, dass ihre Unterstützer einfach „keine Zeit und keine Kraft mehr haben“, um in Lobeofsund für sie gerade zu stehen. Silke Knoll-Rose aus Lentzke, die sich ebenfalls für Rapp eingesetzt hat, plant den Rückzug. Denn, wenn das mühsam eingeworbene Futter alle ist, werde sie von Rapp mit Textnachrichten auf dem Handy bombardiert. „Und das um 5.24 Uhr morgens“, ärgert sich Knoll-Rose, die bei etlichen Landwirten der Region die Klinken geputzt hatte. Zusammengekommen waren dabei rund 2,7 Tonnen Heu und Stroh, die Brombach in zwei Touren – zuletzt am Wochenende – nach Lobeofsund gefahren hat. „Aber es gibt ja nicht einmal die Möglichkeit, alles trocken – vor der Witterung geschützt – unterzustellen,“ sagt Brombach. Hinzu komme, dass der Stall undicht ist und dieser bei der Schneeschmelze einer Tropfsteinhöhle gleiche. Er habe Tiere auf drei Beinen stehen und knietief im Mist stehen sehen, die nach seiner Meinung unter Arthrose leiden. Weiterhin gebe es zwei Pferde, die schwere Koliken haben. „Wenn in einem geschenkten Ballen verschimmeltes Heu ist, ruft Frau Rapp bei uns an und will, dass wir das wieder abholen und ihr neues bringen“, ist Brombach über eine gewisse Undankbarkeit sauer. „Es kann so nicht weiter gehen. Mit unserer Hilfe erhalten wir künstlich einen Missstand aufrecht. Man beginnt schon, schlecht davon zu träumen“, sagt er.
Er und Silke Knoll-Rose sind sich sicher: Um dem Hof auf die Beine zu helfen, braucht es ein Konzept, Geld und Angestellte auf der einen Seite. Auf der anderen müsste die Zahl der Pferde reduziert werden. „Man kann das einfach nicht auf dem Rücken anderer Leute ausbreiten“, so Knoll-Rose, die ihre Familie für die Hilfe mit eingespannt hatte. Allerdings sei über solche Verbesserungsvorschläge schwer mit Rita Rapp zu reden. Beide haben mittlerweile den Tierschutzverein und den Amtstierarzt eingeschaltet.
Rita Rapp zeigte sich von den Vorwürfen entsetzt. „Ich habe mein Gnadenhof-Konzept und reduziere um kein einziges Pferd“, unterstrich sie. Sie vermutet, dass ihre Helfer auf diesem Weg selbst günstig an ein Pferd kommen wollen, was diese gegenüber dem RA aber verneinen. „Meine Pferde müssen nicht gerettet werden. Da ist alles top in Ordnung und ich habe nix zu verschenken.“
Sauer sei sie, die die Boxen auch mit einem Arm in Gips ausmistet, darüber, „dass ich beim Amtstierarzt angeschissen wurde“. Richtig sei aber, dass sie durch einen Unfall mit dem Ausmisten nicht hinterherkam. Laut Rapp habe sich ihre Situation wieder gebessert, denn die Bauern, die ihr Land nutzen würden nun als Ausgleich für die Landnutzung Stroh und Heu liefern.
Die von Silke Knoll-Rose initiierte Spendenaktion habe in ihren Augen nicht viel gebracht. Kinder aus einer Kita hätten „nur“ einen Beutel voll Äpfel gesammelt. Und dass das angelieferte Stroh und Heu von Bauern gespendet wurde, könne sie nicht belegen. „Mit mir kann man auch über alles reden und ich bin nicht undankbar“, sagt Rapp, die nach wie vor auf der Suche nach Helfern ist. Ihre jüngeren Pferde wolle sie nun noch für Freizeitreiter ausbilden lassen, für die jeder, der das will, eine Patenschaft übernehmen kann.
Quelle: http://www.die-mark-online.de/nachrichten/landkreis-ostprignitz-ruppin/fehrbellin/helfer-rueckzug-1086219.html
Auflagen für Rapp-Hof
718.01.11|Fehrbellin/Temnitz
 Lobeofsund – Der Pferdehof von Rita Rapp in Lobeofsund, die dort 16 Tiere hält, steht unter Beobachtung des Veterinäramtes des Kreises. Von Markus Kluge 16 Pferde hält Rita Rapp in diesem Stall. Platz zum Lagern von Heu und Stroh hat sie kaum.
© Kluge
16 Pferde hält Rita Rapp in diesem Stall. Platz zum Lagern von Heu und Stroh hat sie kaum.
Dr. Ralf-Peter Roffeis teilte am Dienstag auf Anfrage mit, dass er der Auffassung ist, dass die Seniorin den Hof nicht alleine bewältigen kann.
Im Dezember hatte sich Rapp an die Öffentlichkeit gewandt, um nach Spenden und Helfern zu suchen, die sie dabei unterstützen, die Pferde durch den Winter zu bringen. Diejenigen, die ihr geholfen haben, ziehen sich nun aber zurück, da sie der Meinung sind, dass der Hof in dieser Form nicht mehr tragbar ist und von Rapp nicht allein geführt werden kann. Die Seniorin sieht das anders und meint, auf ihrem Hof wäre alles in Ordnung (dmo berichtete). „Das ist mit Sicherheit nicht so. Dass sie laufend um Hilfe und Spenden bittet, ist ja auch ein Zeichen dafür, dass sie es allein nicht schafft. Die Frau ist über 70 Jahre alt und hat eine verletzte Hand“, weiß Roffeis, der den Hof bereits besichtigt, Auflagen zur Verbesserung der Tierhaltung erteilt und Krontrolltermine festgesetzt hat. „Der Hof steht unter Beobachtung“, machte er deutlich. Zum Zustand der Tiere könne er auf Grund des laufenden Verfahrens nichts sagen. Allerdings: „Es ist nicht so, dass wir die Haltung der Pferde sofort verbieten müssten. Es zeichnet sich aber ab, dass der Hof langfristig gesehen in Frage gestellt wird, wenn sich keine Leute finden, die sich dort wirklich engagieren.“
Laut Roffeis sei eindringlich mit der Pferdehalterin auch darüber gesprochen worden, dass ihr Tierbestand drastisch reduziert werden müsste. Gegenüber dem RA hatte sie aber bereits gesagt, dass sie das nicht wolle. Roffeis kündigte gestern aber an, dass darauf geachtet werde, dass die Auflagen seiner Behörde auch langfristig eingehalten werden.
Quelle: http://www.die-mark-online.de/nachrichten/landkreis-ostprignitz-ruppin/fehrbellin/auflagen-rapp-hof-1086929.html
Und wieder klingelte unser Telefon und Tierfreunde baten uns um Hilfe...
Also fuhren wir hin, gespannt was uns dort erwarten würde.....
Ein alter baufälliger Hof, die Stalltüren mit Ketten verschlossen, ein ernst zu nehmendes Rattenproblem wurde unmittelbar sichtbar als die Türen aufgeschlossen wurden.
Einige der alten Tiere sind uns ja aus der eigenen Haltung noch bekannt. Wir haben sie voller Lebensfreude in Erinnerung behalten, nun zeigten sie sich teilnahmslos - standen mit dicken Wurmbäuchen in ihren Boxen. Dank einigen Helfern die sich gegen die mangelnde Fütterungspolitik durchsetzten in einem “na ja” Fütterungszustand. Diesen war es auch zu verdanken, dass die Boxen nicht meterhoch verdreckt waren. Lt. deren Angaben war es jedoch bei ihrer Ankunft durchaus der Fall.
Leider hat wohl auch bei Kontrollen kein Amtstierarzt das dargereichte Wasser der Tiere begutachtet. Ausgetauscht wurde es aus Kostengründen wohl nie, das Fazit waren Kot, tote Ratten und ekliger Schleim der von den Tieren nicht aufgenommen wurde.
Das Misten haben sich wohl einige recht einfach gemacht.... Vom Stall geht es unmittelbar in den Auslauf, also ab damit vor die Tür! Wir durften dann über meterhohen Mist klettern um uns den Auslauf der Pferde anzusehen.
Hier einige Fotos :-(
Quelle: www:hvt.de
Quelle: www:hvt.de
Dieser Hengst wurde von uns bereits im Jahr 2005 aufgrund starker Bewegungsstörung mit Verdacht auf eine Ataxie in die Klinik gefahren! Die sich nun zeigende Fehlstellung der Hinterbeine spricht Bände :-(
Weitere Bilder sparen wir uns an dieser Stelle....
Die Helfer - natürlich gesponsert vom Arbeitsamt - haben sich nach Arbeitsunfällen und Weigerung sich die schimmelige und baufällige Unterbringung mit Ratten zu teilen, den Hof zwischenzeitlich verlassen. Das Frau Rapp kein gutes Haar an ihnen lässt.... Das kennt wohl jeder der schon einmal mit ihr Kontakt hatte.
Die Leidtragenden sind die Tiere.... Gammeliges, teilweise bereits schwarzes Heu liegt zur Fütterung bereit. Natürlich sind die Bauern schuld, die schenken ihr nur so ein Zeug...
Die bösen “Anderen” haben ja auch ihre Wiesen in der Bewirtschaftung. Aus eigener Sicht wissen wir aber, selbst wenn sie 100ha Wiese hätte.... Ohne Geld und ohne Technik, noch dazu selber unfähig auch nur einen Bruchteil der anfallenden Arbeit zu bewältigen, ganz zu schweigen von der fehlenden Lagerkapazität für Futtermittel, nichts würde sich ändern! Dann ist halt wer anders Schuld an ihrer Lage....
Seit nun mehr über 6 Jahren beobachten wir diese Dame. Sie konnte sich immer im letzten Augenblick vor der Wegnahme der Tiere retten. Stets ist es ihr gelungen noch unbedarfte Helfer zu finden die ihr die Versorgung der Tiere ermöglichten oder gar die Futtermittel zur Verfügung stellten. Unzählige Menschen sind auf die Versprechungen zur Begleichung der Schulden rein gefallen. Im Wissen, dass es sich hierbei um eine Dame ohne Einkommen handelt, hat wohl ein jeder auf rechtliche Schritte verzichtet. Die Pferde - als einzig verwertbares - sind ja mehrfach Sicherungsübereignet und damit nicht zu pfänden.
Wenn denn gar nichts mehr hilft, droht man halt mit Selbstmord.......
Unser Versprechen an dieser Stelle: Wir werden diesem Tierleid ein Ende bereiten!!!
Gnadenhof im Fokus der Ämter 18.4.2011
Königshorst (zig) – Am Gnadenhof in Lobeofsund scheiden sich die Geister. Die einen wollen der 71-jährigen Besitzerin Rita Rapp helfen, andere sind entsetzt über den Zustand der Tiere und des gesamten Umfeldes. Beinahe mannshoch: Die Berge des Pferdemistes nehmen viel Platz auf dem Grundstück ein. In dem baufälligen Gebäude sind die 16 Pferde untergebracht.
 © privat
Beinahe mannshoch: Die Berge des Pferdemistes nehmen viel Platz auf dem Grundstück ein. In dem baufälligen Gebäude sind die 16 Pferde untergebracht.
Einer der Punkte, weswegen das Umweltamt des Kreises nun in Sachen Gnadenhof aktiv werden muss, ist die große Ansammlung von Pferdemist auf dem Grundstück. Nach Aussagen von zwei Mitarbeitern – darunter eine gelernte Pferdewirtin – hätten bei ihrer Ankunft vor rund zwei Wochen die Pferde in ihren eigenen Fäkalien in den Boxen gestanden. Sie seien unterernährt und vermutlich stark verwurmt.
Rapp hingegen behauptet, dass die Boxen täglich gereinigt würden. Mit der Tätigkeit der beiden vom Arbeitsamt bezahlten Kräfte, die am Freitag ihren letzten Einsatztag hatten, ist sie nicht zufrieden. „Sie haben die Arbeit gemacht, aber viel zu gründlich und langsam“, meint sie. „Wofür ich eine halbe Stunde gebraucht haben, dafür haben sie gleich mehrere Stunden benötigt.“
Das wollen die beiden aber nicht auf sich sitzen lassen. „Wir haben die Ställe zum ersten Mal seit langem richtig gereinigt.“ Zu den weiteren Aufgaben, die sie auf dem Hof erledigten, zählte das Füttern der Tiere und das Aussortieren von verschimmeltem Heu mit bloßen Händen. Beide glauben nach nur zwei Wochen Arbeit auf dem Hof, dass Rapp mit der artgerechten Haltung und Pflege der 16 Tiere schlichtweg überfordert ist.
Grund zu der Annahme besteht, immerhin verfügt Rapp nicht über landwirtschaftliche Technik, die die körperliche Belastung verringern würde. Zudem erklärte die 71-Jährige gestern, dass sie wegen eines Wirbelsäulenbruchs zur Behandlung im Krankenhaus in Neuruppin gewesen sei. Und das war nicht ihre erste Verletzung an dieser Stelle. Keine gute Voraussetzung also, um schwere Heuballen zu bewegen oder Ställe auszumisten.
„Im Augenblick habe ich wieder eine Hilfskraft, die mir hilft“, so Rapp, die erklärt, für ihre Tiere alles zu tun. Sie weist auch die Vorwürfe, ihren Tieren gehe es gesundheitlich nicht gut, weit von sich. Doch der Zustand der Pferde hat das Veterinäramt bereits mehrfach auf den Plan gerufen. Zwar wurde die Räumung am Freitag vorerst noch abgewendet, doch der Hof bleibt weiterhin im Fokus der Behörden. „Wir sind weiterhin am Ball“, versicherte Dr. Ralf-Peter Roffeis vom Veterinäramt des Kreises. So sei am Freitag lediglich überprüft worden, ob die Versorgung der Tiere gesichert ist. Eine tiefergehende Prüfung des Zustands der Pferde war jedoch kurzfristig nicht möglich.
Das soll nun in den kommenden Tagen nachgeholt werden. „Wenn das Gros der Pferde in einem guten Zustand ist, brauchen wir erst einmal nicht aktiv zu werden“, so Roffeis. Doch das müsse das Ergebnis der Tests zeigen, die demnächst anstehen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Behörden einen Hof von Rapp genauer unter die Lupe nehmen. So ist sie vom Amtsgericht Schwedt verurteilt worden, weil sie auf ihrem Gnadenhof Faanjo in der Uckermark zwischen 2004 und 2005 ihre Hunde, Katzen und Pferde unzureichend versorgt und nicht artgerecht gehalten haben soll. Das Urteil beinhaltete eine Geldstrafe in Höhe von 3 000 Euro sowie ein zweijähriges Halteverbot für Hunde. Zu dem Verfahren kam es, weil Rapp von Tierschützern angezeigt worden war.
Quelle: http://www.die-mark-online.de/nachrichten/landkreis-ostprignitz-ruppin/fehrbellin/gnadenhof-fokus-aemter-1211957.html
3.2.2011
Auch in diesem Jahr häufen sich die Anfragen auf freie Plätze für in Not geratene Pferde. Leider können wir nicht jedem Tier einen Platz bieten, daher möchten wir unsere Leser bitten, einen Blick auf unsere “Notfall” Seite zu werfen.
Einen Platz bei uns gefunden haben 4 Lamas. Die Räumung von über 70 Hunden, Katzen, Hasen und etlichen Nutztieren war wohl schon lange überfällig.
Da Lamas von Grund auf eher scheu sind, diese auch nur sehr sporadisch Kontakt mit Menschen hatten, stellte sich das Verladen der Tiere dann doch als größeres Unterfangen dar. Ein Tier suchte stetig das Weite und störte sich leider nicht an Absperrungen oder gar Zäunen. Ein frisch gelieferter Heuballen sorgte bei den hungrigen Tieren zudem für wenig Verständnis an diesem “nur” vorbei gehen zu dürfen. Das im Transporter liegende Heu entschädigte wohl auch nur wenig. Nach einigen Fehlversuchen und unfreiwilligen Spaziergängen über benachbarte Wiesen sowie unter Mithilfe von allen Beteiligten gelang es dann doch noch die Tiere zu verladen.
Da Lamas sich bei Stress hinlegen, ein Transport ist Stress für die Tiere, lagen alle 4 bei Ankunft auf dem Hof brav im Transporter. Ein erster Versuch sie zum Aufstehen zu bewegen brachte uns nur träge Blicke der Lamas ein. Also... Ok.... dann erst mal eine Pause für uns und abwarten, ob man sich ohne uns dazu entschließen kann, den Transporter wieder zu verlassen.
Nicht wirklich..... Also..... Mit vereinten Kräften wurde geschoben und gedrückt.... Der erste war raus... Die anderen brauchten danach zum Glück nur noch wenig Motivationshilfe.
Nun sollten sie in den Stall..... Oh weh..... Unser Schwein, sehr freundlich zu jedem aber leider sehr unterhaltsam, brüllte was das Zeug hielt. Schnell mit etwas Futter beruhigt, jedoch fanden die Lamas das unbekannte Gebrüll nicht gerade Vertrauen erweckend. Und wieder musste geschoben und gedrückt werden. Nach dem wir das erste fast tragen durften, suchten unsere Pferde beim Anblick des ersten Lamas das Weite. Nur Püppi fasste sich ein Herz und schaute sich unser Treiben aus der Nähe an. Der Rest der Bande interessierte sich schlagartig nicht mehr für das Futter und blieb auf der Koppel.
Irgendwie waren dann alle 4 im Stall, freuten sich über das Heu und taten auf einmal, als wäre nie etwas gewesen. Bis auf ein Tier ließen sie sich anfassen, waren völlig ruhig und zufrieden. Heute Morgen beim Frühstück lagen alle 4 entspannt im Stroh und fanden die Störung wohl nicht gerade gut. Mal abwarten wie sich das Ganze entwickelt:-)
Die ersten Bilder von gestern Abend
7.12.2010
Liebe Leser,
unsere Arbeit geht unermüdlich weiter....
Rechtzeitig vor dem ersten Schnee zog Rosi bei uns ein. Sie ist eins unserer ehemaligen Norikerfohlen aus Österreich. Zwischenzeitlich schon eine stolze aber sehr freundlich Dame geworden die sich problemlos sofort in unsere Herde einfügte.
Unser letzter Hengst wurde nun auch erfolgreich gelegt und problemlos in die Herde integriert.
Allen anderen geht es prima, sie haben sich gut eingelebt und unsere Rinder lassen auch hier die Augen der Bauern leuchten. Kaum einer mag verstehen, dass wir weder die Rinder noch unser Hausschwein schlachten lassen werden.
Nebenbei wird noch immer gebaut und gebastelt....
Unsere Wasserleitungen sind nun so verlegt, dass sie auch bei -20° nicht mehr einfrieren können, Koppeln wurden gebaut, die Unterstände und Boxen wurden optimiert und nun geht es an den Ausbau des nächsten Stalls. Darin werden sich dann unsere Kleintiere, einige Boxen mit Auslauf sowie ein Schmiedeplatz/Behandlungsplatz finden.
Wir berichten weiter.....
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